
🦄 Ponypapers
Gegen halb sechs klettern wir verschlafen aus dem Bus, viel geschlafen hat indes keiner von uns. Sonnenaufgang in Nha Trang. Über einer Berginsel hängen finstere Wolken. Sieht aus, als würde da die böse Hexe wohnen. Die Vietnamesen machen Frühsport und gehen im Meer schwimmen. Die Wellen sehen ganz einladend aus. Keine Ahnung warum wir uns trotzdem entscheiden weiterzufahren. Wollen in 25 km ein Hostel nehmen und im Meer schwimmen gehen. Nach 25 km sind wir in einer teuren Resortlandschaft, die jeden Zugang zum Meer zu verwehren scheint. Wir buchen ein überteuertes nichtssagendes ohne Meerzugang. Wir wollen einen kurzen Mittagsschlaf machen und dann werde ich den Nietzscheartikel schreiben – ja, ja, die Pflicht ruft und so schlafen wir dann auch getrost bis 17 Uhr. Danach kanns natürlich kein Nietzschegeschreibsel geben, wenn die Laune nicht in den Keller gehen soll. Am Ende des Tages ein Restaurantfund direkt am Meer. Rindfleisch mit Pommes und zwei gefütterte Hunde – kann immer noch nicht meine Boa Constricta Portionen essen, wie es sich gehört.
🐾 Panthapapers
Man schmeißt uns um 20 nach 5 aus dem Bus in die Morgendämmerung von Nha Trang. Sonnenaufgang über dem Meer. Es kommt nicht oft vor, dass wir um diese Zeit wach sind. Erstaunlich, wie aktiv die Vietnamesen gerade sind. Es wird viel gesportelt am Strand und sogar dein ein oder anderen Schwimmer im Meer sieht man, einige Jogger und manchen mit Liegestützen, auch wenn für die meisten ganz ähnlich wie in China Sport mehrheitlich aus gemütlichem Schwingen der Arme und gelegentlichem Vor- und Zurückbeugen besteht.
Nach Café und Sandwich verlassen wir Nha Trang und folgen der Küste südwärts. Ein Fehler, wie sich herausstellt, für unsere von Krankheit und vielem Liegen geschwächten Körper. Einige Anhöhen und viel Schweiß und brennende Vormittagssonne später kehren wir in ein Hotel ein. Die Küste ist zugebaut mit mächtigen Resorts, die den Zugang zum Strand kontrollieren und ärmliches Gesocks wie unsereins von Sand und Wellen fernhalten. Wir fahren die Straße auf und ab, aber man vertreibt uns, wo immer man sich traut. Wir ziehen uns ins Hotel zurück und holen Schlaf nach. Abends herrliches Essen direkt am Meer. Wir haben doch noch einen Weg gefunden.