Mittwoch 21.2.2024 Tawan Si Thong

🦄 Ponypapers

Wir bleiben noch einen Tag, um Schwimmen und Nietzscheartikel abzuwechseln, während Adrian Tagebucheinträge schreibt. Menno! Auch ich liege zurück mit dem Schreiben. Ob ich überhaupt noch weitere Tage in mein Gedächtnis schlagen kann?

Adrian korrigiert Nietzscheartikel, ich jage Mittagessen. Stolz kehrt Dagobert mit gebratenen Nudeln & Hühnerfleisch zurück.

“Weißt du, was das gekostet hat?”, strahle ich ihn an.

“50 Bath pro Person.” (1,30 Euro) antwortet er.

Menno! Wie dieses Spiel geht, werd ich ihm noch erklären müssen.

🐾 Panthapapers

Lili hat ein besonderes Hotel ausgesucht, in dem wir heute den Tag verbringen. Statt durch einen Innenhof sind alle Zimmer durch einen riesigen Pool miteinander verbunden. Man geht auf die Terasse und steig dort direkt ins Becken. Dann schwimmt man an den anderen Hotelzimmern entlang, zwischen Inseln hindurch und taucht unter Brücken und kann im weiten Kreis zurück zur Heimat kraulen.

Das Anwesen ist, wie die Google-Rezensionen richtig bemerken, schon deutlich in die Jahre gekommen, weswegen wir uns einen Aufenthalt überhaupt leisten können. Aber die Idee, die Mischung aus Gasthof, Boutique-Hotel und Freibad, ist originell. Wie im Freibad beäugen sich die Besucher über die Wasseroberfläche hinweg ausgiebig gegenseitig. Wie im Gasthof will jeder nichts lieber als seine Privatsphäre. Und wie im Boutique-Hotel klingen von der Lounge her tagein, nachtaus die selben dezent melancholischen Gitarrenklänge nichtssagender international-ortloser Indie-Musik. 

“Hideaway” heißt ganz passend die entspannt spätsommerliche Anlage, in der vielleicht nie etwas anders als nichts Besonderes passiert. Irgendwo hinter so etwas wie den Nebeln von Avalon liegt sie entrückt, wartend auf die ruhesuchenden Seelen, bereit, sie mit sanftem Wasserplätschern zu umschmeicheln und sie den Rest der Welt vergessen zu lassen. Gab’s gerade im Sonderangebot.

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