
🦄 Ponyliste
Die fünf unnötigsten Dinge, die ich mitgenommen habe:
1. Mückennetz
2. Hängematte
3. Schlafmatte
4. Laufschuhe
5. Mückenimprägnierspray für Kleidung
🐾 Panthapapers
Alles, vor allem in exotischer Umgebung, wirkt sehr viel vertrauter, sobald es einen Namen hat. Selbst auf dem Hotelgelände an unserem Strand ist, was Flora, und noch mehr, was die Fauna anbelangt, einiges los.
Affen etwa sieht man immer wieder in der Gegend und häufiger auch im Garten. Wenn einer von ihnen um den Pool schleicht, greifen wir unser Hab und Gut und halten fest, was wir können. Affen sind freche Diebe und garstige Gegner mit erstaunlich großen und spitzen Zähnen. Daneben spazieren immer wieder Warane in unterschiedlichen Volumina über das Anwesen, sichtlich auf der Suche nach Nahrung – oder Streit.
Das Handy hat sich derweil als bemerkenswert hilfreich erwiesen dabei, die umgebende Natur ihrem Namen nach kennenzulernen. Es ist erstaunlich, was die Arbeit an und mit der Künstlichen Intelligenz in den letzten Jahren hervorgebracht hat. “PlantNet” identifiziert mühelos jedes noch so abseitige Pflänzchen, “Seek” muss nur wenige Sekunden Vogelstimme im Hintergrund aufnehmen, um treffend zu bestimmen, welche zwitschernden Gesellen man um sich hat. Falls sie grad nicht singen, reicht auch ein Foto. Ach ja, und sollte es, z.B. nach Einbruch der Dunkelheit, nichts Organisches mehr zu sehen und zu hören geben, zeigt und benennt “Stellarium” live die Sternbilder am Nachthimmel, wenn man die Handykamera auf sie richtet.
So weiß ich, dass der Affe, der neulich so neugierig unser Tablet beäugte, “Javaneraffe” heißt, dass die großen, scheuen Gesellen mit ihren riesigen Schnäbeln, die wir immer wieder erfolglos zu fotogafieren suchen, “Orienthornvögel” genannt werden und die beiden kleinen, stolzen Piepmätze, die neulich zu meinem großen Erstaunen aktiv, aggressiv und siegreich einen “Nebelwaran” angegriffen haben, der wohl den Baum hinauf zu ihren Eiern wollte, zwei “Hirtenmaina” waren. Und noch während ich dies schreibe, erklärt mir mein Handy, dass das unglückliche Gekrächze aus dem Baum über mir von einem “Schwarznackenpirol” stammt, den ich gleich darauf auch im gelben Federkleid davon stürmen sehe. Wie gesagt, es wirkt alles gleich viel vertrauter, sobald es einen Namen hat. Nun muss man ihn sich nur noch merken.
Mein Lieblingstier ist übrigens das kleine Kätzchen, das sich schon sehr an unsere Anwesenheit, Streicheleinheiten und Fischreste zum Abendessen gewöhnt hat. Es fühlt sich ebenfalls ganz vertraut an. Aber einen Namen hat es noch nicht.

