
🦄 Ponypapers
Nach einem weiter sanft vor sich dahin plätschernden Tag und dem kulinarischen Highlight beim Inder, beschließen wir, uns in der Bar hinter dem Hotel immerhin die angepriesene Feuershow zu Gemüte zu führen als eine Art Ersatz für intellektuelle Anregung. Und a propos geistige Anregung: Die Preise für Bier und Cocktails, vom Wein ganz zu schweigen, sind wacker und nach kurzer Diskussion nehmen wir das Angebot von 6 Gin Tonic zum Preis von 90 MYR wahr. Während wir uns nun also der geistigen Getränke widmen, werden die Feuerstäbe auf dem Rücken gedreht und in die Luft geworfen, die Pois über den Kopf gewirbelt und Feuerfontänen in den Himmel gespuckt, dass es eine rechte, echte Pracht ist. Dazu schnell hämmernde Poplieder aus der Zeit – ach, der Zeit unserer Jugend. Und ja, da tanzt der Flair und der Lichtstaub, die Essenz dieser berauschten Sommerabende, die so lang und herrlich und vergänglich sind und deren Melodie vibriert vom Versprechen, nie zu enden. Ewige Jugend, leichthin pulsierender Esprit und über allem das belebt gesellige Lachen der Erwachsenen, das vergnügte Quietschen der zu lang wach gebliebenen Kinder. Da sitzen wir Leichen und streichen die Asche unserer Zigaretten am Aschenbecher ab. Ist so schön hier. So warm, so leicht, so lebendig. Warum kannst du nicht bleiben, nein? Dann gehen die Ersten, die Terrasse lehrt sich. Eine Zigarette anzünden. Es ist leerer geworden, die Musik langsamer, kein Feuerspieler mehr. Die Stühle werden gegen die Tische geklappt, die Zigarette ausgedrückt. Und morgen schon, meine Lieben, schauen wir in die rechteckige Grube, so sieht’s aus. Versprochen!
🐾 Panthapapers
Ach, ach. Da das Ende unserer Reise naht, versuchen wir, Megawatt zu verkaufen. Aber kaum ist die Facebook-Anzeige geschaltet, sperren sie meinen Account, melden mich von allen Geräten ab und verweigern mir den Zutritt. Natürlich nicht, ohne vorher noch einen Scan zur “Authentifizierungszwecken” von meinem Gesicht zu fordern, diese Schweinehunde. Hilft nichts, spricht das Schicksal, dann werden wir wohl ewig weiterreisen müssen, da kann man nichts machen.


