Samstag 8.6.2024 Port Dickson

🩄 Ponypapers

Eine Jetski-Fahrt hat Adrian mir zum Geburtstag geschenkt. Und ich möchte doch wirklich gern wissen, was es mit dieser Geldverbrennungsanlage auf sich hat, die Touristen ein solch scharf geschnittenes LÀcheln ins Gesicht ritzt.

Meiner FahrfĂ€higkeiten, gleichgĂŒltig ob Auto, Fahrrad oder Scooter eingedenk (ich leide nicht unter dem Dunning-Kruger-Effekt), lass ich zunĂ€chst Adrian aus der Bucht herausfahren und sitze nur brav hinten drauf, um ein GefĂŒhl fĂŒr die brummende Maschine zu bekommen. Einen Moment spĂ€ter und ich klammere mich fest um Adrians Taille, derweil wir in unterschiedlichsten Geschwindigkeiten die Wellen hoch und runter brausen. Das Teil wirkt noch viel schneller, wenn man selbst drauf sitzt. Wie schnell lĂ€sst sich allerdings schwer sagen, wir sitzen auf einer Maschine, deren Geschwindigkeitsanzeige und Benzinstandmesser schon lĂ€ngst das Zeitliche gesegnet haben. Wir tauschen und endlich kann ich selbst den Gashebel drĂŒcken. Das macht mehr Spaß als gedacht. Es ist schön, auf einem Untergrund zu fahren, von dem man nicht abkommen kann. Vermutlich lag ich immer schon falsch mit meiner SelbsteinschĂ€tzung. Ich wĂ€re eine ganz ausgezeichnete Rennfahrerin!

đŸŸ Panthapapers

Megawatts Reifen ist geschmolzen. Jedenfalls ist das die einzig plausible ErklĂ€rung fĂŒr die absurd in die Breite gelaufene Form an einer Stelle seines Mantels. Das kann niemand reparieren. Das kann nur ersetzt werden.

Wir fahren heute Jetski und jagen ĂŒber die WasseroberflĂ€che. Lili wĂ€re gerne noch viel weiter weg geschippert, aber man besteht darauf: Nur in der Bucht! “Big stones over there, very big stones!” Aha. Sollten wir nicht als Piraten einen der Öltanker kapern? Oder zumindest den Jetski stehlen? Ich wette, es ist kein Airtag dran. 

Letztlich begnĂŒgen wir uns damit, die GĂ€ste des Meereshotels, das uns die schöne Aussicht blockiert, mit dem lĂ€cherlich lauten MotorengebrĂŒll unserer Maschine den Nachmittag zu versĂ€uern, und machen uns alsdann wieder auf den RĂŒckweg, wie rechtschaffene BĂŒrgerinnen und BĂŒrger es tun.

Am Strand steht Megawatt. Ich könnte schwören, ich sehe eine TrĂ€ne ĂŒber den Lenker laufen, als er uns jauchzend ĂŒber das Meer galoppieren sieht. Die werden doch wohl nicht
 Ach, der Arme, doch, wir werden. Aber du bist ja auch kein Seepferdchen, sondern ein Schlachtross der Straßen. Und von denen bleiben dir noch genug. Auch wenn dich dann ein anderer reitet. Und auf neuen Reifen.

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