Sonntag 15.10. Ha Long

🦄 Ponypapers

Zweite Tollwutspritze. „Sind sie hungrig?“ Der Arzt hat offensichtlich Humor.

Kurz darauf kommt die Krankenschwester mit demselben Witz: „Fühlen Sie sich hungrig?“ Seltsam, der muss hier üblich sein.

Derweil zieht das Bild einer sehr hungrigen Tollwutlili vor einem leer gegessenen Festmahl an mir vorbei. Messer und Gabel in der Hand, der Mund von Bratensauce verschmiert: „Mehr Steak“ faucht sie und die blutunterlaufenen Augen springen ihr dabei fast aus dem Kopf.

🐾 Panthapapers 

Der Grund für unseren längeren Aufenthalt in Ha Long sind die Tollwut-Impfungen. Wir fahren erneut zum Vinmec International Hospital, das allerdings heute Ruhetag hat und daher nur unter den höheren Kosten für einen Notfall das Vakzin verspritzen dürfte. Statt die Gelegenheit wie einen Geldbeutel am Zipfel zu ergreifen, schickt man uns ins nahe gelegene und kostengünstigere Impfzentrum. Der Arzt dort hat einen Sohn in Hannover und ist so begeistert von seiner Mission, dass er gleich noch drei weitere Impftermine ansetzt. So lange wollen wir hier allerdings nicht bleiben. Wer weiß schon, nach wievielen Tollwut-Spritzen man tatsächlich noch die Tollwut bekommt.

Nachmittag im Shopping-Center wegen Sandalen, die es hier nur in der Konfektionsgröße „Putzig“ gibt. Bei dem Wort Konfektion muss ich an Konfekt denken und so gönnen wir uns noch etwas Süßkram, von dem es hier in diesem mit Zuckerguss übergossenen Land ja reichlich gibt.

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