Montag 16.10. Ha Long

🦄 Ponypapers

Kurze Überlegung wie meine Sandalen zu reparieren wären – 2 Klebestreifen (?) – verhallen ergebnislos. Also suchen Adrian und ich nach einem Kaufhaus für Sandalen und schwingen uns auf unsere Pferdchen, aber Google hat uns Mist erzählt.

Immerhin entdecken wir im Nirgendwo ein Café, auf dessen Terasse kleine tiefere Buchten mit Tischen und Stühlen eingelassen sind. Drumherum Wasser und zahllose, hungrige Kois.

Nach unserer Rückkehr im Hostel mach ich mich auf den Weg zum Markt, um dort Plastiksandalen (ein äußerst beliebtes Material) zu erstehen. Da man uns versucht, alles um die Hälfte, aber mindestens 1/3 teurer zu verkaufen, und dies ist nur meine menschenfreundliche Annahme, verstricke ich mich inzwischen häufiger in langwidrige Verhandlungen.

Weil es bereits einen erfolglosen Versuch gab, stürze ich mich beherzt ins Gefecht mit der Verkäuferin-Mutter einer Down-Syndrom-Tochter, unter deren Augen der Kampf um ein minderwertiges schwarzes Exemplar der Gattung Fußschweiß und Hühnerauge vonstatten geht. Während ich mich so zähnebleckend, lächelnd um zwei Euro streite, frage ich mich plötzlich, was zum Henker ich hier eigentlich tue. Schwer liegen der 50 Dong Schein und die Sandalen in meiner Tasche. Beschämt gehe ich weg.

Am Abend aber gibt es Geschichte und Bier.

🐾 Panthapapers 

Weitere Suche nach Sandalen. Wir fahren zu einem „typischen Marktplatz der Region“, nachdem ich ChatGPT gefragt habe, wo man in Ha Long am besten Schuhe kaufen kann. Es stellt sich heraus, dass der Ort nicht existiert.

Wir fahren ein wenig durch die Gegend, machen schließlich Halt in einem Café, dessen Tisch und Sitzplätze tiefergelegt und von raumfüllenden Basins mit Kois umgeben sind. Der Kopf befindet sich auf Fußhöhe der Kellnerinnen und die fleißig schnappenden („zutraulichen“, wie das Internet sagt) Koi-Fische ungefähr in Brusthöhe. Ich rücke mein Teeglas etwas weiter zur Tischmitte, weg von den Aquarien und den zutraulich schnappenden Riesenfischen.

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