
🦄 Ponypapers
Allerdings ist es dann Megawatts Reifen, der platzt & unseren Strandbesuch verzögert. Sam Son steht als leere, ausgestorbene Kulissenstadt vor uns, schwer überhaupt ein Geschäft zu finden, das offen hat. Dafür aber Hotels und Resorts für ein Millionenpublikum, ein weiter Marktplatz mit dramatisch seelenvoller Musik – unklar woher sie kommt. Schließlich freunden wir uns mit unserem zunächst für verrückt gehaltenen Hostelbesitzer an, dessen einzige Gäste wir sind. Nach gemeinsam genossenem grünem Tee bestellen wir auch bald unser Abendessen bei ihm. Er schenkt Adrian Pflaumenschnaps ein & gibt ihm eine kleine rote Peperoni, die Adrian neugierig in den Mund steckt. An dieser habe ich wohl mehr Freude als er, der zunächst rot anläuft, dann einen Schluckauf bekommt, dann schließlich eine Schale mit Reis verschlingt und heiser hervorbringt, als mir auch eine Peperoni gereicht wird: „Eß sie nicht.“ Er ist wahrlich (manchmal) liebenswürdiger als ich.
🐾 Panthapapers
Unser Gastgeber, der ältere Herr, der es sich in der Lobby bequem gemacht hat und meistens Nachrichten in einem der vielen völlig überdimensionierten Fernseher anschaut und den ich zunächst für leicht verrückt halte, erweist sich als nicht nur außerordentlich freundlich, sondern auch als exzellenter Koch. Wir bekommen das beste Frühstück, das uns bisher auf unserer Reise serviert wurde, und bitten ihn sogleich, uns heute und morgen auch mit einem Abendessen zu verwöhnen. Alle diese Speisen werden wahre Highlights. Was hab ich mich in ihm getäuscht! Auch er wird uns zum Karaoke einladen, aber erneut schrecken wir schüchtern zurück.
Ein Besuch am Strand und Baden im Meer. Es gibt nur wenige Einheimische, die sich ein paar Meter ins Meer hinein wagen. Unsere blasse Haut fällt jedem auf, genügend Passanten kommen zur Betrachtung oder für eine Unterhaltung vorbei.
Nach nicht allzu langem Aufenthalt machen wir uns auf den Rückweg.
