
🦄 Ponypapers
20 km.
Tag 6
Beschließen nicht weit zu fahren & etwas Pause am Strand zu machen. Nach den Hügelketten des Nationalparks und drumherum klappern Calli schon gehörig die Kniee beim Laufen.
🐾 Panthapapers
Mit miesen Kopfschmerzen und entsprechender Laune meinerseits verlassen wir das Hotel. Die Kakerlake, die wir noch am vorigen Abend entdecken, aber nicht mehr einfangen konnten, liegt am Morgen verendet neben Lili’s Bettseite. Also war sie doch nicht im Bad geblieben.
Wir sorgen mit Kaffee, Säften, Essen, Ibuprofen und Geschichten für die relative Hebung meiner Stimmung, um dann in die Küstenstadt Sam Son zu fahren. Ein entfleischter Touristenort voller leerer Hotels und Restaurants. In manchen bescheinen bunte Lichter die verlassenen Tische, gelegentlich sitzt die Familie des Eigentümers am Rand und bekocht sich selbst, die Kinder spielen auf den Gehwegen entlang der überbreiten Straßen, über die man meint, den Staub wehen zu sehen.
Selbst die Herbergen sind ganz erschrocken, wenn wir sie aus ihrem Schlummer wecken. Mit weiten Augen knipst man an Sicherungskästen herum, damit eines der Stockwerke wieder Strom bekommt. Wir finden schließlich unsere Unterkunft bei einem älteren Herren, der uns erst mal zu Tee und einer Pfeife einlädt. Auch hier sind und bleiben wir in den nächsten Tagen die einzigen Gäste.
Unsere erste, sehr dezente Karaoke-Einladung erhalten wir an diesem Abend. Nun allerdings sind wir die Überraschten und entziehen uns etwas feige der Situation. Schade, denn das dunkle Pizza-Restaurant, das gerade schließen wollte, war wegen unseres frechen Auftauchens gerade erst zu einem leuchtenden sozialen Treffpunkt geworden. Kurzerhand hatte man eine Karaoke-Maschine vor dem Laden aufgebaut und die Nachbarschaft hatte sich schon für die ersten Lieder eingefunden.
Um künftig in solcher Lage souveräner reagieren zu können, suchen wir noch am selben Abend nach einer Auswahl karaoke-kompatiblen Liedguts, die wir in den schützenden Mauern unseres leeren Hotels einander zum Besten geben.
