
🦄 Ponypapers
50 oder 70 km sollen es werden, mal schauen. Der Wind weht, die Sonne knallt. Ein frühes Café nach 7 km – viele Pausen sollen es heute geben. Wir wählen den Küstenweg und sind auf einsamer Straße vor beeindruckenden Felsklippen unterwegs. Der Rückenwind (meistens) jagt uns geradezu vorwärts. Hoch und runter windet sich die Straße. Die Sonne scheint. Am Horizont beeindruckende Wetterzeichen, über den Bergen hängen die Wolken tief. 38 km/h Nordost sagt die Wetterapp und nennt das eine mäßige Brise. Ich starre in einer Haltebucht Richtung des diesigen Meeres. Ungefähr so stelle ich mir die passende Stimmung für einen Tsunami vor. Die 38 km/h sind so stark, dass sie mich umzuwehen drohen. Weiter geht’s auf und ab, der Wind wechselt ab & zu in den Kurven zu Seiten- und Gegenwind, trotz Megawatt ist es eine anspruchsvolle Strecke. Vielleicht ist ein zerschlagener Kopf an der Felswand auch die wahrscheinlichere Option als ein Tsunami.
Naja, 70 km werden es heute nicht. Optimistisch nehmen wir die Bungalows direkt am Meer und betrachten den beeindruckenden Sonnenuntergang. Es wären gute letzte Bilder von uns geworden.
🐾 Panthapapers
Enorm zähe 50km über die Hügelkette direkt am Meer. Der Wind bläst zum Sturm. Manchmal schiebt er einen bergaufwärts, ein andermal kommt er von vorn und verhindert gar die Abfahrt. Was ihm nicht gelingt ist die Hitze abzumildern. Gegen Ende, als es endlich abwärts geht, rollen wir in die Salzfelder, etwa in die selbe Richtung, in der auch all die Windräder aufgestellt wurden. Die verdammte Straße will gar nicht mehr enden, während ich mich Meter um Meter vorwärts kämpfe. Vollkommen erschöpft (zumindest was mich betrifft) gelangen wir schließlich in ein Café , in dem ich gleich mehrere Runden Eistee bestelle. Bin dennoch kurz davor, die anderen Gäste zur Seite zu stoßen und auch noch ihre Gläser zu leeren.
Als wir uns endlich etwas erholt haben, checken wir in ein nahe gelegenes Hotel ein, das lauter kleine Cottages am Meer stehen hat. Die sind zwar wunderbar gelegen, aber genau so heruntergekommen und schäbig wie es die Rezensionen auf Google versprochen haben. Dafür, wie gesagt, rollen die Wellen bis wenige Meter vor die Haustüre. Äußerst förderlich für tropisches Südsee-Feeling. Und nach der wuchtigen, kräftezehrenden Tour heute könnte man die Erschöpfung glatt mit Entspannung verwechseln.