
🦄 Ponypapers
Vertieft in Zarathustra’s Zeilen…
🐾 Panthapapers
Heute ist wieder mal Klamottenwaschtag. Wäsche geschieht bei mir normalerweise unter der Dusche. An Fahrtagen nehme ich alles, was ich auf dem Fahrrad anhabe, mit ins Badezimmer – natürlich nachdem ich es ausgezogen habe –, seife es ein und wasch es aus. Danach irgendwo aufhängen und bis zum nächsten Morgen ist es bei den örtlichen Temperaturen zuverlässig trocken. Aber hin und wieder muss auch die restliche Garnitur gesäubert werden, vom Schlafanzug über das Leinenhemd bis zur langen, edlen Stoffhose.
Handwäsche ist etwas anderes als Maschinenwäsche. Ich muss zugeben, dass mir nie jemand wirklich beigebracht hat, wie das geht. Allein das Reiben auf Waschbrettern in Filmen über vorindustrielle Zeiten gab mir einen kleinen Hinweis. Den Rest habe ich selbst erfunden und optimiert.
Wobei ich durchaus eine andere Waschstrategie verfolge als z.B. Lili, die gerne lange in Wasser einweicht. Ich dagegen nehme das Kleidungsstück mit unter die Dusche, presse den Duschkopf intensiv darauf, schmeiße es dann mehrmals gegen die Wand. Dann halte ich es dort fest, balle es zusammen, prügel darauf ein, klatsche es wieder zu Boden. Dann ringen und wringen wir, ich ertränke es in Shampoo und aller anderen Flüssigseife, die ich irgendwo in den kleinen Hotelpackungen finden kann. Darauf die Hartseife, immer wieder drumrum und drauf und drein, während das Objekt am Boden liegt. Erneut hoch, aufknöpfen, auf Links drehen, in die Mangel nehmen. Chemikalien einwirken lassen, solange mich selbst säubern. Dann geht’s in die zweite Runde. All die eingearbeitete Lauge muss wieder heraus gepresst werden. Damit vergeht locker noch mal eine Viertel Stunde pro Stoffteil, je nach Größe.
Nach dem Waschen bin ich immer fix und fertig. Und manchmal habe ich den Eindruck, die Dusche ist danach sauberer als die Kleidung. Zudem bin ich durchgegart wie eine Maultasche und so schrumpelig wie ein Neugeborenes. Naja. Wenn mir jemand sagen kann, wie das richtig geht, nur zu.
