Mittwoch 10.4.2024 Langkawi

🦄 Ponypapers

Vertieft in Zarathustra’s Zeilen…

🐾 Panthapapers

Heute beginnt in der muslimischen Welt das Fest des Fastenbrechens. Wir sind dafür von der Hotelmanagerin in ihr Haus eingeladen. Dort ist allerlei los, viele Jungs in edlen Seidenklamotten machen Fotos und haben eine Menge Spaß. Alle sind sehr nett, die ganze Einladung ist natürlich ungeheuer freundlich und das Essen enorm lecker. Wobei ich vielen, auch unter den Jüngeren, eigentlich raten möchte, mit dem Fasten überhaupt erst zu beginnen. Hier wie überall in Südostasien ist man wirklich gedankenlos mit dem Zucker.

Obwohl ich als Mitteleuropäer dazu vielleicht nichts sagen sollte. Zwar quatscht man in unserer Heimat immer von den verheerenden Folgen des Schlankheitsideals, aber in Wahrheit sind nur 0,12% aller Deutschen magersüchtig, dagegen knapp die Hälfte aller Frauen und fast zwei Drittel aller Männer übergewichtig. Das eine ist ein echtes gesellschaftliches Problem, das andere nur ein Problem, das die alten Medien mit den neuen haben. 

Dieser Schönheitswahnwahn auf Tiktok nun! Wie hübsch und sorglos waren noch die Zeiten, als man mit einer Tüte fettiger Chips und dem Ein-Liter-Kübel Eiscreme vor der Glotze fläzte. Wie schrecklich ist es jetzt, wo immer weniger Leute die Fernseh-Werbung sehen, die ihnen den nächsten mega-leckeren Schund-Fraß schmackhaft machen mag, und stattdessen in ihre Handys starren, sich irgendwelche Fitness-Programme anschauen, die ihnen tatsächlich etwas abverlangen könnten, lauter Gesundheits- und Produktivitäts-Tipps und sogar Rezepte für gute Ernährung. Wie anstrengend, wie unbequem, wie unprofitabel. 

Anyway, wir haben zwar nicht gefastet, aber das Fest des Fastenbrechens dennoch genossen. Kräftig hauen wir uns den Ranzen voll.

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