
🦄 Ponypapers
Pause im Paradise Hotel, nur Pool und Schreiben und das Meer. Das reichhaltige Essen macht uns einen Strich durch die Rechnung, kürzt die Schreib- und Schwimmeinheiten zugunsten von Matratzen- und Döseinheiten. Yep, auch an diesem Tag sehen wir radelnden Kulturbanausen nichts vom angepriesenen Weltkulturerbe, der Pool, so muss ich erwähnen, ist aber auch wirklich sehr zu empfehlen.
🐾 Panthapapers
Lili hat für uns ein günstiges Hochhaus-Hotel direkt am Strand gefunden. Man tritt heraus und steht vor dem Meer. Wenn man von unserem 21. Stock nach unten spucken würde, könnte man vielleicht noch die Wellen erreichen. Wahrscheinlicher aber ist, dass man einem anderen Gast im Hotel-Café das Getränk versaut, daher lasse ich es. Kurz bevor wir ankommen, habe ich gerade Stefan Merath’s neues Hörbuch beendet. “Das letzte Geheimnis der leichten, menschlichen und wirksamen Unternehmensführung” (Man will als Philosoph ja umfassend gebildet bleiben). Daher merke ich gleich, das in dem Laden vieles nicht rund läuft. Mit frisch geschultem scharfen Auge erkenne ich die Mängel im Teamgeist. Der Portier blafft die Rezeptionistin an, ihre Kollegin wiederholt den Check-in, bis man sie mit gereiztem Ton davon jagt. Wohin mit den Fahrrädern? Alleine über diese Frage herrscht so viel Uneinigkeit, dass man aus dem Hin und Her einen Comedy-Sketch machen könnte. Da fehlt der Flow, würde der Unternehmenscoach Wolfgang Radis nach einer intensiven Engpassanalyse sagen. 34 Stockwerke. Sicher eine Menge Mitarbeiter. Wie gut, dass ich so ein Hotel weder übernehmen noch führen noch beraten muss. Ganz ohne schwere Verantwortung kann ich auf dem Balkon stehen, den weiten Ausblick genießen und bis zum Meer rüber spucken. Aber das, wie gesagt, das tue ich nicht.