
🦄 Ponypapers
Wir pausieren einen Tag, denn am Wochenende steigen die Preise einiger Unterkünfte aufs Doppelte an und einige sind in diesem Fall alle, die für die nächste Strecke in Frage kommen. Wir ziehen von einem standardkühlen Zimmer in einen uns attraktiver erscheinenden Metallcontainer. Die Bänke und Tische und die Schattenplanen vor den Bungalows haben uns verführt. Aber irgendwas stimmt mit unserem Container nicht, es riecht auch nach 2 Stunden intensiver Lüftung nach ner tüchtigen Schimmelladung. Egal, morgen wird’s weiter gehen. Wie schön es sein kann, die Gegenwart beständig hinter sich zu lassen.
🐾 Panthapapers
Wir ziehen in unserem Schnellstraßen-Hotelzimmer in einen von mehreren Containern, die der Eigentümer “KK Dorf” getauft hat. Reue trübt den Tag, nachdem wir es feststellen mussten, dass die Klimaanlage des intensiven Schimmelgeruchs nicht Herr wird. Oder kommt der Gestank etwa aus dieser klimaanlage? Angeblich kann man das Schiebedach öffnen und nachts den Sternenhimmel sehen, aber wir finden den Schalter nicht. Der Rest der Anlage ist in der Hand von Katzen und einer Hochzeitsgesellschaft. Also viele Hände eigentlich und viele Pfoten.
Ich frage mich heute, wie man mit Menschen umgeht, die anderer Meinung sind. Es ist doch nichts störender als ein fremder Wille. Und nichts ver-störender als eine falsche Ansicht, die man nicht ändern kann. Das alte Ideal des mündigen Bürgers hat uns zum Diskutieren erzogen. Aber das hat selten einen Effekt, außer dass man einander danach weniger mag. Aber alles begütigend abnicken, was der andere sagt, egal, wie sinnlos und wirr? Glücklicherweise sind es nur innere Dialoge, die mich zu dieser Überlegung anregen. Die Hochzeitanten sind fröhlich, jeder winkt und grüßt mit offenen Händen und die Katzenpfoten tappen sanft. Nur der Nachthimmel und das Schiebedach bleiben verschlossen. Ist aber egal, es ist eh bewölkt.
