
🦄 Ponypapers
Nietzschekorrekturen.
🐾 Panthapapers
Zu unserer Irritation sieht man in Malaysia überall am Straßenrand Cafés. Nur eben, und das ist das Irritierende, dass sie keine Cafés sind. Scheinbar wissen die Malaien auch gar nicht, dass man in einem Café Kaffee verkaufen sollte oder dass diese beiden Worte etwas miteinander zu tun haben. Kaffee heißt auf Malaiisch “Kopi”.
Meine mehrmalige und zunehmend genervte Nachfrage bei entsprechenden Gelegenheiten (“But you are a café, right? [intensives Zeigen mit dem Arm Richtung Namensschild] Why don’t you sell coffee?” – Antwort: “No coffee. No coffee. Nasi Goreng, yes. Coffee, no.”) hat immer zu zahlreichen Essensangeboten und viel zu selten zu Getränken geführt.
Ich weiß nicht, wann in der Historie des Kolonialismus das Missverständnis zustande gekommen sein mag. Wann beim Übersetzen diese Bedeutungsverschiebung eingetreten ist. Cafés mit Kaffee sind in Malaysia gar nicht so einfach zu finden. Cafés voller Nasi Goreng dafür umso häufiger. Also besser, man bringt eine Menge Hunger mit. Und seinen eigenen Kaffee.