
🦄 Ponypapers
Dies ist einer der besten Orte, um im Meer zu schwimmen. Die Halbinsel auf der einen und die aufs Meer gebauten Bungalows auf der anderen Seite geben einem das Gefühl einer geschützten Bucht. Das Wasser ist lauwarm und nach der Jetski-Tour haben wir sowieso den Eindruck, uns in einer großen Badewanne zu befinden, die uns gehört. Wir schwimmen dennoch brav parallel zum Strand, scherzen und spritzen uns nass. Bis, nun ja, Adrian ein Geräusch des Unmuts von sich gibt. Er sei gebissen worden. Ich versuche zu beschwichtigen, nein, nein, das würden die Fische nicht tun. Vielleicht könnte das eine klitzekleine Qualle gewesen sein. Für einen Moment lässt er sich besänftigen und schwimmt weiter, diesmal auf dem Rücken. Das zweite Unmutsgeräusch ist deutlich eindringlicher und lauter, er dreht sich zurück auf den Bauch und schwimmt Richtung Strand. Er ist ein zweites Mal gebissen worden. Na sowas. Aber das machen Fische doch nicht!
So muss ich allein zurück schwimmen. Der Ozean kommt mir sofort etwas trüber vor mit seinen beißenden Fischen. Und auch die Wahrscheinlichkeit hat sich geändert, vorhin lag sie, sofern einer beißt, noch bei 50 %, dass ich der Gebissene sein werde, und nun ist sie auf ganze 100 % gestiegen. So ein Mist!
🐾 Panthapapers
Lili überredet mich zu einem längeren Schwimmschwamm im Meerwasser. Kaum beginne ich es zu genießen, piekst oder brennt oder beißt irgendein kleines Meeresungeheuer mir erst in den Bauch (beim Brustschwimmen), später in den Rücken (beim Rückenschwimmen). Ich glaube, das war wieder mal genug Tropenmeer für mich. Vermutlich nur ein neugieriger Fisch oder eine kuschlige Qualle. Die türkise Glitzerfläche ist, sobald man in sie eintaucht, eine undurchsichtige Brühe. Man weiß nie, was um einen herum geschieht. Ich wandere fortan lieber wieder am Strand entlang, während Lili ihre wagemutigen Bahnen zieht. Und meditiere sitzend bei Wellenrauschen über die tiefgründige Gefährlichkeit der Natur. Oder irgendwie so etwas in der Art.