
🦄 Ponypapers
Habe Schnupfen, Halsweh, Kopfweh und langsam wirklich den Eindruck, dass es weder Allergie noch Kater ist. Wir fahren 2 km weiter und ins nächste Hostel. 8 Euro für kahle, weiße Wände – die Luxusgefängniszelle oder wahlweise Psychatrieherberge. Ich hau mich ins Bett. Adrian zieht los um für mich Lutschbonbons für den Hals zu ergattern und bringt mir ne ganze Wundertüte Medis mit. Ich lächel ihn begeistert an, bei so vielen Medikamenten muss man doch sofort wieder gesund werden. Der nette Apotheker hat sogar die Dosierungsanweisung auf den Packungen notiert. Von diesen hier zwei am Morgen, von jenen je eine tags und nachts. Eifrig greife ich nach der ersten Smartiepackung, aber A. bringt sie in Sicherheit. Ob ich die etwa mir nichts dir nichts schlucken wolle? Ja, in der Tat. A. recherchiert. Ergebnis: 1 Antibiotika, 1 Hustenstopper bzw. Antidepressivum bzw. Psychedelikum bei großzügigen Einsatz und das vermutich spannendste aller Medis: Ein sich noch in der Testphase befindliches Anti-HIV Pillchen. Hallo Gesundheit! Byebye Schnupfen! Aber dann: Nix für Lili. A. lässt mich nur die bitteren braunen Chrysanthemenblumenpillen lutschen, ist ja klar. Keine Frage, dass diese gar nicht nach Smarties schmecken. Die Farben des Zimmers machen sie auch nicht bunter & am nächsten Tag bin ich auch nicht gesund!
🐾 Panthapapers
Lili geht es nicht so gut. Wir finden ein kleines, einheimisches Hotel, fallen dort ins Bett, wo ich aus Solidarität ebenfalls die Mittagsstunden verschlafe. Mit heftigen Kopfschmerzen erwacht (Klimaanlage? Wandfarbe?) gehe ich auf Einkaufstour in die hiesige Apotheke. Auf meinen einfachen Wunsch nach Lutschpastillen gegen Husten hin (mit dem Google-Übersetzer) überreicht man mir einen Medikamenten-Cocktail, dessen Bestandteile wir später gemeinsam identifizieren, der aber kurzgefasst schlichtweg alles von HIV über Gürtelrose bis hin zur schweren Depression zu heilen verspricht. Egal welches Symptom egal welcher Krankheit, zweimal sechs dieser Tabletten täglich und es wird garantiert verschwinden. Nach eingehender Inspektion und Recherche packen wir sie mal beiseite.
