
🦄 Ponypapers
So langsam wird’s etwas besser, also soll’s morgen weiter gehen. Wir verlängern unsere Internetflat & begeben uns auf Obstjagd, um mit Vitaminen & Antioxidantien gegen Schnupfen und künftigen Krebs vorzugehen.
Wir ergattern: Äpfel das kg für 40 Dong (ca. 1,80 Euro)
Bananen für 30 (1,20 Euro)
Drachenfrüchte für 25 (1 Euro)
Abends Videocall mit der Gang!
🐾 Panthapapers
Allmählich geht es aufwärts, sowohl bei Lili wie auch bei mir. Wir erneuern unseren Handyvertrag. Der kostet knapp 3,50€ für 30 Tage zu 1GB pro Tag. Den man oft aber gar nicht braucht, weil jede noch so kleine Essensbude, jedes Café, Hotel und ja, selbst jedes Impfzentrum ein eigenes WiFi hat, dessen Kennwort an irgendeine Wand geklebt ist.
Reichlich Möglichkeiten also, unseren nächsten Streckenabschnitt zu planen. Was es leider nicht gibt in dieser Welt voll Handyhüllenläden ist – leider – eine Handyhülle. Jedenfalls nicht für mein Pixel 6. Zu den Informationen, die man unmöglich im Vorfeld recherchieren konnte, gehört, dass diese Gesellschaft sich als Kollektiv insgesamt für die Marke Apple entschieden hat.
Samsung wird noch toleriert, Google keine Chance. Ein Handy heißt in Vietnam einfach iPhone. Äußerst unpraktisch jedoch, dass ich extra für diese Reise mein iPhone zu Hause gelassen und ein Pixel besorgt habe, noch ungünstiger, dass dieses Telefon ohne Zweifel jeden Preis für das glatteste, glitschigste, rutschigste Handy aller Zeiten gewinnen könnte, dass es gewissermaßen suizidal veranlagt ist, von allem und jeder Stelle sich unversehens Richtung nächstgelegenen Abgrund aufmacht, sich von jeder Kante, die sich ihm bietet, hinabstürzen möchte. Dieses Handy will nicht leben, es will fallen.
Und genau das hat es auch häufig genug getan in den letzten Wochen. Meine Tournee von Handyhüllenladen zu Handyhüllenladen hat, mein Handy vorhaltend, eine Hülle verlangend, nur entschuldigendes Lächeln oder abwehrendes Lachen hervorgerufen. Es ist, als wäre ein Traum in Erfüllung gegangen und hätte sich im selben Moment in einen Alptraum verkehrt. Nunja, um mich kurz zu fassen: Das Handy ist gebrochen.
Jedenfalls angebrochen. Dafür, wie gesagt, überall Internet, Routenplanung kein Problem, wir beenden allmählich unseren Krankenaufenthalt, und in der nächsten Stadt werde ich wieder nach einer Handyhülle fragen.
