Montag 13.11. Ha Tinh

🦄 Ponypapers

Oh es regnet. Lili klebt an der Fensterscheibe & zählt Tropfen und guckt, ob es vormittags aufhören soll zu regnen, und vormittags, ob es mittags aufhören soll zu regnen, und mittags – ihr wisst schon wie’s weitergeht – heute geht’s für uns nicht mehr weiter. 

Da kommen sie, die 50, 60 oder 105 Liter (je nach spezifischem Pessimismus der Wetterapp), dabei hätten wir sonst Nordwind und 23 Grad und dahin würden wir fliegen, mindestens!

🐾 Panthapapers

Es gießt und gießt. Keine Chance, dass wir heute hier wegkommen. Blitz und Donner zwischendurch. Das einzige, was an die übliche Sommersonne erinnert, sind die verfluchten Hornissen, die von irgendwoher ihren Weg ins Zimmer finden. Obwohl alles reichlich unangenehm ist, beschließen wir bei dem günstigen Preis und dem ununterbrochenen Wüten draußen, noch eine Nacht hierzubleiben. Es regnet so viel, dass ich mir Sorgen mache, die ganze Stadt könnte ertrinken. In Freiburg wär jetzt schon längst wieder alles unter Wasser, das THW völlig überlastet und morgen die Zeitung voll mit den Schadensmeldungen. Ich schau unten aus dem Garagentor, aber keine Spur von Unruhe ist zu sehen. Auf der Straßenseite gegenüber haben Marktfrauen ihre Stände unter Schirmen aufgestellt, überall fließt das Wasser brav in die Kanalisation. Alle Wetter, denk ich bei mir, die muss solide gebaut sein, und verkrümel mich wieder nach drinnen. 

Später ergattert Lili noch Frühstück in einer Bäckerei, wir machen einen Arbeits-, Schreib- und Klamottenwaschtag, zeigen den Hornissen den Weg aus dem Fenster (Kommen sie durch die Klimaanlage? Es bleibt ein Rätsel.) und hoffen, dass es morgen rasch weiter geht unter trockenem Himmelszelt. Nach einer geruhsamen Nacht, versteht sich, ohne Hexen und Flüche und Knarz.

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