
đŠ Ponypapers
Aufstehen um fĂŒnf, sehr mĂŒde. AuĂerdem tut der Hintern weh. Warum sind eigentlich alle Fahrradsattel so unbequem? TrĂŒb trĂ€ge Gedanken, sobald die Sonne etwas höher steigt. Da flattert nichts im Kopf. Einfach nur Strecke & Treten & Strecke & Treten âŠ
Plötzlich zieh ich die Bremsen scharf an. Was war denn das? Wie? Adrian ist schon neben mir.
âHast du das auch gesehen?â
Ich nicke.
âSah das fĂŒr dich auch so aus?â
âEine Echsenschlange, die auf einen Baum fliegt?â
âJa, allerdings.â
âUnd weiĂt du, was das ist, eine Echsenschlange, die auf einen Baum fliegt?â
âEin Dracheâ, bestĂ€tigt Adrian und seine Augen blitzen blaugrau, als er lĂ€chelt.
Zuletzt, so denke ich, haben sie uns also doch ein Zeichen gesendet: die alten Götter von Angkor Wat. Aber wie immer kommt es nicht darauf an, die Botschaft zu erhalten, sondern sie richtig zu deuten.
đŸ Panthapapers
Morgen verlassen wir Kambodscha. Erst nach lÀngerer Zeit beginnt man das zu bemerken, was man in einem Land nicht sieht. In Kambodscha waren das z.B. Pferde und Besoffene.
Nun wird es keine Gelegenheit mehr geben, all die RĂ€tsel zu klĂ€ren, die mir wĂ€hrend der Fahrt nachgegangen sind. Wie funktionieren diese eigentĂŒmlichen Zugmaschinen, die hier aus nur einem Motor und zwei RĂ€dern bestehen? Was hat es mit den grĂŒnen âWingâ-Stationen auf sich, die in jedem Ărtchen vertreten sind, aber nichts verkaufen? Was sollen die Betonbauten â drei Stockwerke hoch, nur ein einziges Fenster, von Stacheldraht umgeben â, aus deren Lautsprechern unentwegt emsiges Vogelgezwitscher schallt? Wie geht man eigentlich mit Mönchen um? ZulĂ€cheln, Zunicken, Zuzwinkern? Beiseitetreten, Verneigen, Spenden, Ignorieren? Woher genau kommt Ganzberg-Bier? Ihr seht, es ist nach wie vor: ein mysteriöses Land.

