Montag 22.1.2024 Fahrt nach Khlong Hat (50 km)

🦄 Ponypapers

Und wieder ändert sich nach der Grenze die Landschaft. Was in Kambodscha mit äußerst langsamen und stetigen Steigungen begann, hat sich nun zu richtigen Hügeln ausgewachsen. In der Ferne sehen wir Berge wie Hüte, steil und senkrecht aus der Landschaft ragen. Viel schroffer Fels sticht hervor.

Wir fahren kleine Straßen mit wenig Verkehr. Mapy will sich erneut bewähren & wählt fleißig geteerte Wege. Nur einmal vertut sie sich und schickt uns auf eine Kieselschlaglochstraße mit harter Steigung. Laut bellend läuft uns die örtliche Hundegang entgegen. Sie sind auf den ersten Blick etwas aufdringlicher als in Kambodscha und Vietnam.

Da ich ohne Watt die Schlaglochschotterstraße nicht bergauf fahren kann und nicht testen mag, ob thailändische Hunde meinen Hintern schmackhaft finden, schalte ich Megawatt in den ersten Gang. Für 15 km/h ist die Straße wirklich nicht ausgelegt und ich dotze auf meinem Sattel tüchtig auf & ab. Vor meinem inneren Auge sehe ich die Karikatur: Ein ächzender Fahrradgaul, der vor lauter Schweiß die ersten Schrauben spuckt und Lili & Gepäck oben drüber in der Luft kurz bevor sie wieder runter krachen.

Später geht’s in den örtlichen Seven Eleven und ich bin mir sicher, im Schlaraffenland angekommen zu sein: Butterkekse, Marmeladenkekse, Oreos, Chips, Erdnüsse, 5 Liter Wasser – und das alles für nur 3 Euro? Beim Stand nebendran gehen wir essen für je 1.25. Das ist vollkommen verrückt. Wir werden noch ohne Fahrräder nach Hause rollen. 

🐾 Panthapapers

Erster Fahrtag ganz in Thailand. Was mir auffällt: Die Preise sind günstiger, die Hunde aggressiver, die Straßen besser ausgebaut. Lili weist mich darauf hin, dass die Menschen deutlich dicker sind als in Vietnam oder Kambodscha. Und bei den sieben Weisen, sie hat Recht. Was ist nur aus den gertenschlanken Gewächsen geworden, die ich noch bei meinem letzten Besuch in Thailand überall sah. 16 Jahre ist das her. Nie hätte ich damals gedacht, dass dieses edle Menschengeschlecht einmal dick werden könnte. Nie!

Aber so ist es gekommen. Auf kleinen Mopeds brummen proppere Pummelchen durch die Gegend. Ihre Gefährte wirken gefährdet, instabil ob der ungewohnten Volumina auf ihren Rücken. Außergewöhnlich schön sind die Menschen selbstredend noch immer, besonders wenn sie lächeln. Aber das ist nun sehr viel schwerer zu sehen.

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