Montag 5.2.2024 Si Racha

🦄 Ponypapers

Noch ein weiterer Tag Pause, diesmal um den Nietzscheartikel zuende zu schreiben (III. Teil), das wird auch ganz anständig rasch erledigt & dann gehts ab in den Pool. Zeit im Wasser zu liegen, in den Himmel zu starren und sich frei zu machen. Dieser Nietzscheduktus, der sich einfach in die Texte schleicht, breit macht, man darf gar nicht daran denken, wieviel guter Ton bereits verdorben wurde… wie viele Seiten verschwendet – –

Nein, im letzten Eintrag, da stolpert ja eine Zerrfigur, ein Wiedergänger durch die Zeilen und ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen, welch unglaubliche Angst ich davor habe, mich eines Tages in voll ausgeprägter Demenz mit Nietzsche zu verwechseln. N. Nietzsche, damit hätte ich endlich mal nen Namen. Aber S.? Mit S. da ist ja jedes Urteil über eine mögliche Künstlerexistenz gesprochen.

Ja, ein Akademiker kann man mit S. werden, aber kein Denker, kein Literat, geschweige denn ein Künstler.

🐾 Panthapapers

Zu zweit macht alles sehr viel mehr Spaß. Das denken sich offenbar auch die zwei blasspickligen, bleichen Endzwanziger im Café nur wenige Stühle von mir entfernt. “Digitale Nomaden” vor dem Laptop, in projektorientierten Dialog vertieft. Klar, dass das Deutsche sind. 

Würden wir nicht so viel Rad fahren, sähe ich bei meinem Konsum an kalorienreichem Billigfraß und liquiden Zuckerbomben sicher schon genauso aus. Lili arbeitet am Nietzsche-Essay und hat mich spazieren geschickt. “Tu dir was Gutes, schau dir die Gegend an” usw. Meh.

Ich wollte mich philosophischen Reflexionen hingeben, aber mein Hirn mag nicht auf seine Höhe fliegen, sondern, wie’s aussieht, im Schmutze graben. Und so reicht es vorerst nur für Sozialgeläster, die niedrigste Form geistigen Zähneknirschens. Dabei liegt meine schlechte Laune vermutlich nur in dem überteuerten Kaffee begründet, der es allen Ernstes schafft, zu stark und zu wässrig zugleich zu schmecken. 

Wie dem auch sei, ein Kaufhaus gibt es auch noch zu entdecken. Darin sind allerlei Tiere präsentiert, Riesen-Spinnen in Terrarien, Schmetterlinge, Papageien, Hasen, Wuschelhühner u.v.a.m.

Und irgendwann ist auch Lili fertig mit ihrer Konzentration. Kein Problem, ihren restlichen Nachmittag zu füllen. “Ich zeig dir ein paar coole Spinnen! Aber vor dem Café dort muss ich warnen, das macht  nur …” Ja, zu zweit macht alles sehr viel mehr Spaß.

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