Freitag 9.2.2024 Bang Phli

🩄 Ponypapers

Nietzsche Korrekturtag und Vergiss-die-Zeit-Badetag. Ich ĂŒberlege, wie lange ich wohl im Wasser bleiben könnte, vorausgesetzt, dass ich genug zu trinken hĂ€tte. 

Das Meer ist hier ausgesprochen warm und wenn man die Glieder so ausstreckt und sich treiben lĂ€sst, wĂ€rmt doch die Sonne den nur knapp unter der OberflĂ€che treibenden Körper. Aber wĂŒrde das Salzwasser mich irgendwann zersetzen wegen der Osmose?

Immerhin kommt man nach einer bis anderthalb Stunden Badewanne ganz schrumpelig aus dem Topf. Aber sonst – ich verschrĂ€nke die Arme hinter dem Kopf – kann man sich doch ganz gut treiben lassen.

Und wenn man mich mit gefesselten Armen ĂŒber Bord werfen wĂŒrde – ich verschrĂ€nke sie versuchsweise hinter dem RĂŒcken – scheint es mir kein Problem, mit den Beinen zu paddeln. Erst mal nach oben, dann RĂŒckenlage, nun kann es in irgendeine Richtung losgehen. 

Naja, ich hab gehört, man soll die Glieder möglichst eng beieinander lassen, um wenig WÀrme zu verlieren und nur ab und zu den Kopf aus dem Wasser heben.

Also Arme angewinkelt, Beine gekrĂŒmmt und siehe da – man geht gar nicht unter, man trudelt nur im Wasser, dreht sich etwas um die eigene Achse. Okay, es ist wichtig, nicht zu viel Luft auszuatmen, dann sinkt man einfach. Und auch nicht zu stark einatmen, denn dann geht man zu sehr hoch, um kurz darauf unterzutauchen, aber wenn man ganz gleichmĂ€ĂŸig – – – Plötzlich entdecke ich Adrian am Poolrand, der mit gefalteter Stirn mein Treiben betrachtet, da muss ich lachen und höre gerade noch ein “Was zum Henker tust du da?”, bevor ich untergehe und dann prustend Wasser spucke. 

Ich erzĂ€hle Adrian von meiner Entdeckung und zeige ihm den Beweis. SpĂ€ter klettert er auch in den Pool & geht einfach unter wie ein Stein – ich sag’s euch. Aber dennoch, dennoch, man kann gar nicht ertrinken, vorausgesetzt man bringt seinen eigenen hauseigenen und wohlgenĂ€hrten HĂŒftspeck mit und das wiederum erinnert mich an: Wann gibt es eigentlich Abendessen?

đŸŸ Panthapapers

Ausruhen, wĂ€hrend Lili am Nietzsche-Essay arbeitet. Wir stornieren unsere Buchungen und bleiben vorsichtshalber auch morgen noch hier, um nicht am ersten Tag des Neujahrsfestes von lauter Freudetaumlern und FeierwĂŒt’gen niedergetrampelt zu werden. Der Holz-Drache ist ein gewaltiges Tier. Ich bin sicher, seine knarrenden Schwingen merken es kaum, wenn er uns beim Landeanflug beiseite wischt. Und den LkW-Fahrern, die in den lila glitzernden UngetĂŒmen mit den vielen bunten FĂ€hnchen ĂŒbermĂŒdet ĂŒber die Piste brettern, könnte es Ă€hnlich gehen. Ihre GefĂ€hrte sehen aus, als wĂ€ren sie in der Hippie-Zeit der frĂŒhen 70er gebaut und geschmĂŒckt worden, aber neben allerlei nĂŒtzlicher Ware hat mancher manchem sicher auch schon einen ganz glitzer- und glanzlosen Tod gebracht. Wie auch immer, besser jedenfalls: noch ein Tag Pause.

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