Donnerstag 15.2.2024 Fahrt nach Hat Chao Samran (20 km)

🦄 Ponypapers

Gemütlich spät geht es los, nur 20 km bis zum Strand und dann will ich ins Wasser hüpfen. Schön ist’s, spät aufzustehen. Endlich ist man mal nicht den ganzen Tag müde, endlich mal kein Mittagsschlaf.

Unser teures Zimmer grau in grau, Edeldesign, ist etwas eng und enttäuschend, aber wir wollen ja sowieso den Tag am Strand verbringen. Nur mal kurz auf die Matratze legen. “Seelensaugende Matratze” ist in den Rezensionen vermerkt. Oh wahrlich, nach 5 min weiß ich, was man sich unter einer seelensaugenden Matratze vorstellen kann! Gerade noch gelingt es mir aufzuspringen und nach draußen zu flüchten, das hiesige Mittagsspeiseangebot in Augenschein zu nehmen, während Adrian noch kurz unter die Dusche hüpft. Nach einer halben Stunde bin ich nicht schlauer, dafür um einiges erschöpfter, als ich in der Sonnenglut wieder die Treppen zu unserer Herberge bezwinge. Es folgt ein ausgiebiges Keksmahl, bevor wir uns gute 1 ½ Stunden später wieder am Strand bewegen.

Ich schmeiße mich ins Meer, so war’s ausgemacht. Adrian döst in der Sonne. Warum zum Henker schwimmt hier niemand? Da werden nur ein paar Füße getunkt und Kinder spielen im Sand und es wird jede Menge gepicknickt und gefuttert. 

Aber Schwimmen & in die Wellen werfen? Niemand. Und ich dachte, die Horde Krokodile treibt nur vor Chanthaburis Stränden. Sind hier etwa auch welche unterwegs? Nach nur einer traurigen halben Stunde Plantschen geselle ich mich zu Adrian und wisst ihr was? So ein Schattenplätzchen am Strand kann auch ganz schön seelensaugend sein. Verschlafen taumeln wir in den frühen Abendstunden zum nächsten Essensstand.

🐾 Panthapapers

Weg weg von Bangkok und schöne Stunden auf dem Rad. Auf unser heutiges Hotel haben wir uns schon die letzten Tage gefreut: Großer Swimmingpool, Frühstück inklusive und fast direkt am Meer.

Der Pool gleicht aber eher einer Badewanne. Der unablässige Wasserfall dient den Tauben als Vogeltränke. Sie scheinen außer uns die einzigen Gäste im Hotel zu sein. Vielleicht gehört es ihnen auch schon. Ihr Verhalten jedenfalls ist so schamlos, wie man es sich nur zu Hause getraut. 

Übrigens, bei ihnen herrscht gerade Paarungszeit. Von unserem Balkon aus haben wir einen guten Blick auf die Wasserfall-Vogeltränke. Da wird geschnäbelt, gekuschelt, gevögelt, werden Konkurrenten vertrieben, gebissen und von der Dachkante gestoßen.

Es ist so viel los, dass wir beinahe nicht bemerken, wie unter unseren Füßen sich die Ameisen auf unsere zuckerhaltigen Getränkereste stürzen. Wir entdecken sie dabei, wie sie mehr und mehr von uns entdecken. Meine heiligen Oreo-Packungen werden, einmal aufgerissen, in einem beispiellosen Feldzug überrannt, erobert und dem Bau auf unheimliche Weise einverleibt. Was für ein seltsamer Gedanke, dass aus diesen Oreo-Bruchstücken bald neue Ameisen entstehen werden.

Wir sind froh, nicht selbst zu Frühstück zu werden, und verlassen fluchtartig am nächsten Morgen dieses Reservat. Nicht alles hält, was man sich davon verspricht. Aber schön, wenn es den Tieren gut geht.

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