Samstag 24.2.2024 Fahrt nach Ban Nong Bua (78 km)

🦄 Ponypapers

Freie Literatur und nichts als Literatur.

Die Musik treibt auf der langen Fahrt die Gedanken vorwärts. Sie wandern von Nietzsche zur Geschichte zu Zukunftsperspektiven (pfui Teufel) und von dort zur Idee eines militanten Feminismus. 

Gibt es eigentlich schon eine Richtung, die aufruft “zu den Waffen, ihr Frauen!”?

Angesichts historischer Kurzlebigkeit von Demokratien sollten wir in die jetzige vll nicht zu viel Vertrauen setzen. Und wie wenig kann man ausrichten, wenn man erst mal am falschen Ende der Maschinenpistole steht.

Los, lasst uns die Exekutivgewalt erobern!

Unterminieren wir die Strukturen, spinnen wir Seilschaften. Sind wir etwa nicht die besseren Spinnerinnen?

[Ja, das hätten wir gern gewusst, ja das hätte ich gern gewusst. Aber der Rest des Textes fiel einem vernünftigeren Ich-Bewusstsein zum Opfer]

🐾 Panthapapers

Von der Philosophie her motiviert interessiere ich mich immer dafür, was Menschen mit ihrem Kopf anstellen: Wie genau verbringen sie eigentlich ihre Innenlebenszeit? Grübeln sie über Gespräche von ein paar Jahren nach? Schieben sie irgendein Arbeitsproblem hin und her? Gibt es Leute, die sich zum Spaß selber Mathematikrätsel aufgeben? Denkt einer der Passanten darüber nach, wie Stürme entstehen? Oder wandert er in Erinnerung wie durch ein Zimmer voller Gelee? Vielleicht fantasiert einer, spinnt sich die spannendsten Geschichten im Geiste zusammen oder ein anderer verrückt alles, was er sieht, ein Stückchen ins Groteske, grad so weit, dass es lachhaft wird. Formenzerbrecher, Sprachspieler, Ängstenährer und heimliche Weise, es mag alles mögliche geben.

Während dem Fahrradfahren hat das Hirn eine Menge lose Zeit. Es gibt keine Anforderungen, die es von sich aus auf sich richten. Da bleibt viel Freiraum, auch dafür, sich zuzusehen, worüber man eigentlich nachdenkt. Und heute denk ich an das Denken.

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