
đŠ Ponypapers
Wir haben einen guten Grund, spĂ€t loszufahren. Nachdem wir den gestrigen Resttag hauptsĂ€chlich mit Schlafen und der Lösung unseres Nahrungs- und Trinkproblems verbracht haben und ich nachts tatsĂ€chlich von der Wachmannschaft aus dem Pool gefischt und von diesem verwiesen wurde (nur bis 18 Uhr geöffnet), musste ich heute morgen einfach nochmal schnell reinspringen. Wir wĂ€ren ja auch gern einen zweiten Tag geblieben, aber es ist keine Option, jedes Mal ins nahe gelegene Hilton-Hotel zu fahren und dort die Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Ich singe jedes Mal âLalalaâ, wenn Dagobert mir vorzurechnen versucht, auf welchen Gesamtbetrag unser 20-Euro-Hotel angestiegen ist.
Nachdem wir unseren 10 km Hubel- und Bergschleichweg hinter uns gelassen haben, kommen wir zĂŒgig weiter, vor allem, weil ich Megawatt auf 25 km/h jage und Adrian trotz der Vereinbarung uns erst beim nĂ€chsten Schattenplatz zu treffen, mit Calli nicht zurĂŒckbleiben will. In einem malaiischen Cafe-Restaurant essen wir uns die gĂŒnstige Speisekarte rauf und runter, Nasi Paprik, Eiersandwich, Tomyam, Bananapancake etc. Was soll man danach schon tun, auĂer ins Bett zu fallen?
đŸ Panthapapers
Gestern haben wir ein wahrhaft entlegenes Ressort erreicht. Nach dem hĂŒgeligen Auf und Ab in brĂŒllender Mittagshitze konnte ich mich nur noch hechelnd in der nĂ€chsten Schatten werfen, wĂ€hrend Lili auf dem weiten, verlassenen Areal nach einem Angestellten suchen ging. Zwischen bröckelnden Beton fand sie schlieĂlich den Manager, ein freundlicher, aber etwas erschöpfter Mann, der uns kurz darauf den Weg zu unserer Unterkunft weist. âAlways keep everything inside and your door firmly closedâ, sagt man uns, âthere a maaaaaany apes. They steal everything. Everything!â Der Angestellte lacht etwas wehmĂŒtig auf, dann steigt er auf sein Motorbike und fĂ€hrt davon.
Man sieht kaum Autos anderer GĂ€ste auf dem heiĂ glĂŒhenden Asphalt des Parkplatzes. Still verdampft das Wasser im groĂen, flachen Swimmingpool. Das nĂ€chste Restaurant ist 10 km entfernt, der nĂ€chste Minimart ganze 15. Die einzige Chance, etwas zu essen zu finden, ist das benachbarte Hilton-Hotel, nur wenige hundert Meter weit weg.
Dort quillt und quirlt das Leben. Kinder toben im Pool, geselliges GelĂ€chter, frohe Familien, konzentrierte GesprĂ€che an edlen Tischen, an jeder Ecke lĂ€chelt eine Servicekraft. Wir essen, wir staunen, wir gehen. Aber wisst ihr, was? Ich kehre gerne zurĂŒck in unseren kargen AuĂenposten. Es ist so schön ruhig dort. Als wir heute weiterfahren, winkt uns der Manager zum Abschied mit melancholischem Blick. Der Gute. Und sie hatten recht: there are many apes.
