Mittwoch 8.5.2024 Seri Manjung

🦄 Ponypapers

Die letzten Schlaglochstraßen haben Calli derart zugesetzt, dass sein Hinterteil möglicherweise irreparabel geschädigt sein könnte. Zwei Speichen sind gesprungen, ein paar weitere wirken porös, eine ist sogar dabei, mit ihrer Verankerung aus dem Rahmen herauszubrechen. 

Während Adrian mit ihm zum Pferdedoktor geht, quäle ich mich durch Gepäckverordnungen und Flüge. Dann folge ich Adrian mit Megawatt, das neu behuft werden muss. Der letzte Tierarzt hat mich über den Tisch gezogen und mir dermaßen minderwertige Hufeisen verkauft, dass sie jetzt, nach 4 Wochen bereits komplett abgelaufen sind. Zu viert kehren wir vorerst glücklich zurück, die Pferdchen wiehern fröhlich, nur wir anderen beiden gucken auf einen unglücklichen Restnachmittag. Wie auch immer, am Ende sind die Flüge gebucht, am 14. Juni kehren wir zurück. 

Ach, dass sie nie enden würde, die Reise… Trotzig und Trost suchend stopfe ich mir an diesem Abend Gabel für Gabel Schnitzel und Pommes in den Mund. Siehst du: In Deutschland kann es das jeden Tag geben, tagein, tagaus, Schnitzel. Wäre das etwa kein Himmel?

🐾 Panthapapers

Heute ist der Tag gekommen, vor dem wir uns so lange gefürchtet haben. Und er wird genauso schrecklich wie erwartet. Wir buchen den Rückflug. Und bekommen sogleich Panik wegen dem Gepäck. Auf Lili’s Order hin wird alles (alles!) ausgepackt, sortiert, gewichtsgeschätzt, wieder resortiert und eingepackt. Wir kriegen das hin mit den 25 Kilo. Irgendwie. Hoffentlich. 

Zudem besuche ich mit Calli den Ponydoktor. Am Hinterrad sind Speichen gebrochen und ist an einer Stelle sogar das Metall das Reifens gesprengt. Der Herr Medicus ist ein Chaot, aber ein cleverer und kompetenter. Er gehört zu denjenigen Mechanikern, die ihr Werkzeug einfach fallen lassen, sobald sie ein anderes benötigen. Um ihn herum türmt sich ein Trümmerhaufen an Fahrradteilen und Reperaturbesteck. Besorgt blicke ich meiner Staubschutzkappe hinterher, als sie unter dem Geröll verschwindet. 

Mit Geschick flext der Maestro eine Beilagscheibe zurecht und verteilt dadurch den Druck auf die Speiche. Kluger Zug, das macht er sicher nicht zum ersten Mal, denke ich bei mir. Am Ende bastelt er alles wieder zusammen und – hast du nicht gesehen – fischt sogar die Staubschutzkappe aus dem Haufen hervor. Wie lange das hält, weiß ich nicht. Sicher nicht ewig. Muss es ja leider auch nicht mehr. Aber Calli wiehert wie immer hoffnungsfroh. Da ist noch so viel Zukunft! Juhu!

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