Autorenname: ponypanthas

Freitag 14.6.2024 Abflug

🦄 Ponypapers

Oh Fortuna, warum dieses Zittern und Zaudern, hältst du nicht deine schützende Hand über mich? Hast du mir nicht bisher auf allen Wegen meine Fahrfehler verziehen? Noch jeden Lastwagen an mir vorüberziehen lassen? Oh Fortuna, verlass mich nicht, wenn ich in das große Flugpony steige und mich durch die Lüfte tragen lasse, die sonst nur ihr Götter bewohnt. Verzeihe mir Hybris und Anmaßung und bitte, um Gottes Willen, schick mir nicht Drachi, ich bitte dich drum!

🐾 Panthapapers

Die letzten Züge unseres Abenteuers. Ich verschenke Calli an die fahrradbegeisterte Besitzerin eines Obstladens. Machs gut, treuer Klepper! Gute Reise noch uns beiden, dir und mir, und viel Glück auf deinen Wegen! Es war schön. Dann fahren wir zum Flughafen. Wir freuen uns auf unsere Freunde und Liebsten. Und auf weitere Abenteuer. Zum Glück ist da ja genug übrig zum Erkunden. Eigentlich noch eine ganze Welt.

Donnerstag 13.6.2024 Port Dickson

🦄 Ponypapers

Manchmal kann man die Abschiedsstimmung gut genießen und sich in Melancholie und Nostalgie suhlen wie ein kleines süßes Ferkel in seiner Lieblingsschlammpackung. Noch einmal bei Sonnenuntergang einen Abendspaziergang am Meer entlang. Ein paar Steine über die Wasseroberfläche springen lassen, nachmittags liegt die samtene blaue Fläche so ruhig. Aber heut ist mir Verdrängung lieber und nach nem richtig fetten Burgeressen wanken wir einfach zurück zu unserem Zimmer und hängen den restlichen Abend auf dem Balkon ab, am Ort der Worte und Fantasiegebilde. Gut, dass wir einen solchen einfach mitnehmen können.

🐾 Panthapapers

Packen, Aussortieren, noch mehr Aussortieren. Wir haben keine Waage und müssen so lange schätzen, bis wir am Flughafen sind. Goodbye, durchgeschwitzter Hut, alles Gute, Fahrradöl. Und zuletzt wird selbst Megawatt verschenkt. Lili beglückt den verdutzten Nachtportier. So zerstreut sich, was einst sich gefunden. Ich würde gerne länger darüber reminiszieren. Aber es gibt noch so viel zu tun.

Mittwoch 12.6.2024 Port Dickson

🦄 Ponypapers

Auskosten möchte ich das Meer und so lange schwimmen, wie es nur geht. Schade, dass Adrian heute lieber am Strand meditieren möchte. Beißende Fische, zh, zh. Na gut, die gestrige Recherche hat mir etwas über Hechte beigebracht und auch über Welse, aber dann habe ich entschieden, Google besser nicht über tropische Meere auszufragen. 

So weit bin ich bisher noch nie im Meer geschwommen. Oh, ist das schön, wie Schweben, wie Fliegen, bis, nun ja, ich Bekanntschaft mit einer Qualle schließe. Sie erwischt mich am Arm und an der Seite, ich schwimme zum Strand und rede mir gut zu. Bisher bist du noch keiner Qualle begegnet. Außerdem war sie ein Einzelgänger. Nein, ein Schwarm war es nicht und überhaupt die Berührung nicht schlimmer als ein Strauß Brennesseln. Also gehe ich leicht versetzt wieder ins Wasser. Ach, ist das nicht schön? Einfach wie… Gekrault, so fällt mir ein, bin ich schon lang nicht mehr. Ob ich das noch kann? Und wisst ihr was? So schnell wie an diesem Tag bin ich noch nie eine Strecke zurück geschwommen.

🐾 Panthapapers

Nachtbaden. Doch noch einmal Meer. Hoffentlich sehen die Haie genauso wenig wie ich. In der Ferne das Maul der Finsternis, die weite schwarze Nacht über dem dunklen Ozean, des Todes gewaltiger Thron. Selten werden Symbole so unmittelbar. Wir vertreiben uns die Sorgen, indem wir darüber spekulieren, was alles Schlimmes passieren könnte.

Wovon nichts eintritt, natürlich. Ich wünschte, ich wäre mutiger. Mutig genug, mit stolzer Stirn und starken Zügen auf das lichtlose Nichts zu zu steuern. Aber auf die Instinkte der Natur, die Vernunft und die kleinliche Feigheit kann sich der Organismus stets verlassen für seine Rettung. Nicht dass es dieser bedürfte, versteht sich. Ich will ja nicht weg. Ich hätte nur gern genug Schneid, dem “letzten Feind Gottes” mit festen Augen ins Antlitz zu blicken, wenn er denn kommt. 

Aber daraus, wie gesagt, wird nichts, nicht heute. Nur Gruselgeschichten und frohes Geplauder und genug Leben, um den grimmigen Wolf zu vergessen in der Ferne. Ach verdammt, und morgen müssen wir packen.

Dienstag 11.6.2024 Port Dickson

🦄 Ponypapers

Dies ist einer der besten Orte, um im Meer zu schwimmen. Die Halbinsel auf der einen und die aufs Meer gebauten Bungalows auf der anderen Seite geben einem das Gefühl einer geschützten Bucht. Das Wasser ist lauwarm und nach der Jetski-Tour haben wir sowieso den Eindruck, uns in einer großen Badewanne zu befinden, die uns gehört. Wir schwimmen dennoch brav parallel zum Strand, scherzen und spritzen uns nass. Bis, nun ja, Adrian ein Geräusch des Unmuts von sich gibt. Er sei gebissen worden. Ich versuche zu beschwichtigen, nein, nein, das würden die Fische nicht tun. Vielleicht könnte das eine klitzekleine Qualle gewesen sein. Für einen Moment lässt er sich besänftigen und schwimmt weiter, diesmal auf dem Rücken. Das zweite Unmutsgeräusch ist deutlich eindringlicher und lauter, er dreht sich zurück auf den Bauch und schwimmt Richtung Strand. Er ist ein zweites Mal gebissen worden. Na sowas. Aber das machen Fische doch nicht! 

So muss ich allein zurück schwimmen. Der Ozean kommt mir sofort etwas trüber vor mit seinen beißenden Fischen. Und auch die Wahrscheinlichkeit hat sich geändert, vorhin lag sie, sofern einer beißt, noch bei 50 %, dass ich der Gebissene sein werde, und nun ist sie auf ganze 100 % gestiegen. So ein Mist!

🐾 Panthapapers

Lili überredet mich zu einem längeren Schwimmschwamm im Meerwasser. Kaum beginne ich es zu genießen, piekst oder brennt oder beißt irgendein kleines Meeresungeheuer mir erst in den Bauch (beim Brustschwimmen), später in den Rücken (beim Rückenschwimmen). Ich glaube, das war wieder mal genug Tropenmeer für mich. Vermutlich nur ein neugieriger Fisch oder eine kuschlige Qualle. Die türkise Glitzerfläche ist, sobald man in sie eintaucht, eine undurchsichtige Brühe. Man weiß nie, was um einen herum geschieht. Ich wandere fortan lieber wieder am Strand entlang, während Lili ihre wagemutigen Bahnen zieht. Und meditiere sitzend bei Wellenrauschen über die tiefgründige Gefährlichkeit der Natur. Oder irgendwie so etwas in der Art.

Montag 10.6.2024 Port Dickson

🦄 Ponypapers

Heute sind wir zu einem Ausflug aufgebrochen, nicht weit, eine kleine Wanderung in ein Naturschutzgebiet, zu einem schönen Strand und einer Grotte unter dem Lighthouse. Unsere Idee ist, einfach an unserem Strand entlang zu gehen und ins Meer auszuweichen, sollten wir irgendwelchen Hindernissen begegnen, die uns den Weg versperren. Das erste Hindernis ist das Naturschutzgebiet selbst. Der Strand wird zum Schwemmgebiet und zum Mangrovenwald, wir knacken etwas durch das moosige Unterholz, bevor wir uns erinnern, dass so ziemlich alle garstigen und gefährlichen Tiere in den Mangrovenwäldern schlummern. Wir machen kehrt und beschließen, durch das Meer um die Halbinsel bis zur Grotte hindurch zu waten. War die erste Idee mit dem Mangrovenwald schon bescheiden, so ist die zweite wirklich schlecht. 

In voller Mittagshitze tapsen und schleppen wir uns bald durchs Wasser. Der Sand ist so zäh, dass er einem die Schuhe von den Füßen reißen will. Ohne Schuhe gehts aber auch nicht, weil eine Menge scharfkantige Felsen einem sonst die Füße zerschneiden könnte. So kämpfen wir uns vorwärts und weiter, blicken auf einen müllverzierten Strandabschnitt des Mangrovenwaldes und machen Pause im Schatten. Unsere Anderhalbliterflasche ist bereits leer. Wir treten den Rückweg an und als ich endlich die Felsen hinter mir gelassen habe, ziehe ich die Schuhe aus, von denen der eine, wen wundert’s, schon kaputt und bänderlos ist. Dann gerate ich ein Felsengebiet und es gelingt mir in der hüfthohen Strömung nicht, die Schuhe anzuziehen und gleichzeitig meine anderen Sachen über Wasser zu halten. Es dauert ein ganzes Weilchen, bis ich in sandige Gefilde zurück navigiert habe, und danach sind die Füße, wie sollte es anders sein, zerschnitten. 

Fürs erste ziehen wir uns ins Hotel zurück, lecken die Wunden, befüllen die Wasserflasche erneut und ziehen dann mit unseren Pferdchen wieder los. Diesmal gehts direkten Wegs zur blauen Lagune, in die ich mich ja auch sofort stürzen wollen würde, aber ich darf nicht. Adrian will mich zur Grotte bringen, komme was wolle. Ein Abenteuer wollt ich haben, ein Abenteuer soll ich kriegen. Tatsächlich, hier sind ja richtige Wanderwege, da ist ja richtiger Dschungel, stellen wir fest, während wir auf unseren Schlüpflatschen den Hang hinunter schlittern. Affen gibts da und Urwaldpflanzen und Riesenschmetterlinge. Jetzt entdecken wir einen noch schöneren Strandabschnitt mit herrlich türkisblauem Wasser. Zur Grotte führt aber ein anderer Weg. Noch einmal hoch und dann weiter, dann wieder hinab. Etwas gequält blicke ich Adrian an, hier finde ichs auch schön. So ne Grotte, wen interessiert schon ne Grotte unter nem Lighthouse? Das kann ja nur schöner klingen als es ist. Adrian zieht mich den Hang hoch und treibt mich den Hauptweg entlang weiter. Der zweite Schlitterabstieg beginnt in der Dämmerung. Die letzten Touristen haben wir beim Lighthouse, einem modernen Leuchtturm (eine traurige Angelegenheit) hinter uns gelassen. Langsam den schmalen Pfad entlang, hier unter der Liane durch und da den Weg weiter. Oder war es der andere? Das Meeresrauschen weist uns den Weg. 

Keine Menschen weit und breit. Ein einsamer Strand, bewohnt von einem Waran. Keine Grotte. Ich schaue mich um? Wo sind wir gelandet? Als ich sehe, wie das Meer eine leere Flasche zu uns hintreibt, und ich dann plötzlich hunderte von ihnen entdecke, wird mir plötzlich alles klar. Wir sind in Flaschenland, dem Traumland meiner Kindheit, dort wo die Post in Flaschen übers Meer geschickt wird und als Treibgut unter Treibgut gefunden werden muss.

Nur sieht Flaschenland ein wenig anders aus, als ich es mir vorgestellt habe. Aber so ist es mit Träumen und Traumländern immer ein wenig – da kann man nichts machen. Ja, man sollte sich überlegen, ob man Seifenblasen wirklich ihre Verwirklichung antun sollte.

🐾 Panthapapers

Die letzten Tage. Müssen wir nicht noch nützen, was wir übrig haben? Schnell alles sehen, alles erkunden, alles beabenteuern? Auf, auf in die Weite, oder zumindest bis hin zum nächstgelegenen Horizont und irgendwas Gefährliches unternehmen. Lili blutend, Adrian erschöpft, kehren wir am Ende dieses Tages ins Hotel zurück. Reicher an Erfahrung und ein paar Fotos. Das tat gut. Vielleicht ruhen wir uns morgen etwas aus.

Sonntag 9.6.2024 Port Dickson

🦄 Ponypapers

Ah, all das Leben, das wir noch aus allen fleischigen Früchten herauspressen wollen. Alles einmal probieren, heraussaugen mit spitzen Zähnen. 

Wie sollte man irgendwo ein Genügen finden können? Und wer wollte schon ein Genügen finden, der einmal das Leben in großen Schlücken getrunken hat?

🐾 Panthapapers

Oh, es müssen ein paar Tagebucheinträge nachgeholt werden. Das Alltägliche der Tage in tagtäglicher Routine in tagebuchtaugliche Texte zu gießen, ist eine Herausforderung. Tag für Tag.

Samstag 8.6.2024 Port Dickson

🦄 Ponypapers

Eine Jetski-Fahrt hat Adrian mir zum Geburtstag geschenkt. Und ich möchte doch wirklich gern wissen, was es mit dieser Geldverbrennungsanlage auf sich hat, die Touristen ein solch scharf geschnittenes Lächeln ins Gesicht ritzt.

Meiner Fahrfähigkeiten, gleichgültig ob Auto, Fahrrad oder Scooter eingedenk (ich leide nicht unter dem Dunning-Kruger-Effekt), lass ich zunächst Adrian aus der Bucht herausfahren und sitze nur brav hinten drauf, um ein Gefühl für die brummende Maschine zu bekommen. Einen Moment später und ich klammere mich fest um Adrians Taille, derweil wir in unterschiedlichsten Geschwindigkeiten die Wellen hoch und runter brausen. Das Teil wirkt noch viel schneller, wenn man selbst drauf sitzt. Wie schnell lässt sich allerdings schwer sagen, wir sitzen auf einer Maschine, deren Geschwindigkeitsanzeige und Benzinstandmesser schon längst das Zeitliche gesegnet haben. Wir tauschen und endlich kann ich selbst den Gashebel drücken. Das macht mehr Spaß als gedacht. Es ist schön, auf einem Untergrund zu fahren, von dem man nicht abkommen kann. Vermutlich lag ich immer schon falsch mit meiner Selbsteinschätzung. Ich wäre eine ganz ausgezeichnete Rennfahrerin!

🐾 Panthapapers

Megawatts Reifen ist geschmolzen. Jedenfalls ist das die einzig plausible Erklärung für die absurd in die Breite gelaufene Form an einer Stelle seines Mantels. Das kann niemand reparieren. Das kann nur ersetzt werden.

Wir fahren heute Jetski und jagen über die Wasseroberfläche. Lili wäre gerne noch viel weiter weg geschippert, aber man besteht darauf: Nur in der Bucht! “Big stones over there, very big stones!” Aha. Sollten wir nicht als Piraten einen der Öltanker kapern? Oder zumindest den Jetski stehlen? Ich wette, es ist kein Airtag dran. 

Letztlich begnügen wir uns damit, die Gäste des Meereshotels, das uns die schöne Aussicht blockiert, mit dem lächerlich lauten Motorengebrüll unserer Maschine den Nachmittag zu versäuern, und machen uns alsdann wieder auf den Rückweg, wie rechtschaffene Bürgerinnen und Bürger es tun.

Am Strand steht Megawatt. Ich könnte schwören, ich sehe eine Träne über den Lenker laufen, als er uns jauchzend über das Meer galoppieren sieht. Die werden doch wohl nicht… Ach, der Arme, doch, wir werden. Aber du bist ja auch kein Seepferdchen, sondern ein Schlachtross der Straßen. Und von denen bleiben dir noch genug. Auch wenn dich dann ein anderer reitet. Und auf neuen Reifen.

Freitag 7.6.2024 Port Dickson

🦄 Ponypapers

Immer noch erhole ich mich von der Überdosis Drachenfrucht oder Nietzsche – man weiß ja nicht. Man kann für beides Indizien finden. Wer Ohren hat, der höre.

Also treibe ich als toter Mann auf dem Wasser im Pool. Soviel Blau unter mir, soviel Blau über mir, all die Palmen… Wenn ich mir ganz viel Mühe geben, kann ich vielleicht zu einer hoch springen und mich an einer ihrer Lianen festhalten, ganz fest und keine 10 Flugponys werden mich wegbringen, nirgendwohin!

🐾 Panthapapers

Ein wenig klingt noch der Geburstag aus. Wir sitzen am Strand und erzählen Geschichte. Hinter dem Zaun sitzen Soldaten und sehen uns zu. Malaysia hat viel Militär hier stationiert. Unser Hotel liegt inmitten von Kasernengelände. Regelmäßig hört man die Befehle beim Exerzieren. Wie gut, auf dieser Seite des Zaunes zu sitzen.

Donnerstag 6.6.2024 Port Dickson

🦄 Ponypapers

Geburtstage sind selten. Viel zu selten. Einmal im Jahr und dann nur einen Tag. Daher muss man sie auskosten und möglichst lang ausdehnen. Man sollte auf jeden Fall einen Tag vorher beginnen, denn da hat man ja schon fast Geburtstag. Große Vorsicht und Zurückhaltung ist dabei angeraten, ansonsten läuft man Gefahr, statt ihn auszudehnen zu einem Nicht-Tag zu gestalten, außer dass man da auch nicht mehr von gestalten sprechen kann, weil das ein viel zu schönes und schöpferisches Wort für solch ein Nichten & Nichtsen ist. Also obacht vor allzu viel Enthusiasmus am Vorabend. Und dann sollten sie natürlich auch möglichst lang gehen, die darauffolgende Nacht gehört ja noch ganz und gar dir – die solltest du durch machen, wie es sich gehört.

Am Vorabend des großen Tags, der nur mit einer großen Festlichkeit die Tragödie der vergehenden Zeit vergessen machen kann, liege ich allerdings noch jammernd auf dem Sofa und gebe wehleidige Töne von mir. Gerade mal ein trostloses Stück Banane kann ich probieren, ehe ich sterbenselend ins Bett krieche. 

Am nächsten Morgen versucht mich Adrian zu wecken, während ich nur angestrengt die Augen geschlossen halten will. Da hinter der Schläfe liegen die Kopfschmerzen bereit, die will ich nicht wecken, lieber nochmal zur anderen Seite drehen. Aber da, habe ich da nicht zwischen einem Wimpernschlag Luftballons gesehen? Da auf dem Tisch? Und könnte das eine Torte sein?

Eine Torte, eine richtig bunte, hammerharte Sahneschnitte! So sieht’s aus und davor Törtchen, viele bunte und einige – ich tapse inzwischen rüber zum Tisch – haben Gesichter. Klasse, ich will sowieso nur Sachen essen, die früher einmal Augen hatten. So wie’s sich für nen anständigen Seelensammler gehört. Strahlend sitze ich am Tisch, bereit für die Hauptrolle des Geburtstagskindes und so eins – ich muss noch einmal kräftig gähnen, muss vielleicht doch um 20 Uhr ins Bett.

🐾 Panthapapers

Lili’s Geburtstag! Und uns beiden geht es gut genug für eine kleine, nette Feier. Ein schöner, genussreicher Tag. Ich glaube, nächstes Jahr sollten wir das wiederholen. Aber für Lili wäre sicher auch schon früher voll in Ordnung!

Mittwoch 5.6.2024 Port Dickson

🦄 Ponypapers

Oh, meine Eingeweide, mein Darm. Was hast du getan? Hast du deinen letzten Abgrund ans Licht gestülpt?

🐾 Panthapapers

Ich Zahnschmerzen, Lili Kopfschmerzen. Spätestens seit gestern geht es uns gar nicht gut. Morgen hat Lili Geburtstag. Hoffentlich werden wir ihn und unsere letzte Zeit hier nicht in Trübsal, Schwäche und Schmerzgewimmer verbringen.

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